Schädelakupressur nach Yamamoto (YNSA)

Der japanische Arzt Dr.med, Toshikatsu Yamamoto entwickelte im Laufe seiner langjährigen Arbeit (seit 1956) eine Methode zur Behandlung akuter und chronischer Schmerzen und zur Therapie des akuten und chronischen Schlaganfalls, die bisherige Behandlungsschemata wertvoll ergänzen. Vor allem Schmerzen und motorische Störungen des Bewegungsapparates sowie Paresen der Extremitäten, aber auch Innere Erkrankungen können damit behandelt werden. Diese Methode ist bekannt unter „Schädelakupunktur nach Yamamoto“ oder „Yamamoto Neue Schädelakupunktur“, kurz: YNSA.

Dr. Helga Pohl fand seit Ende der Achtziger Jahre unabhängig davon ebenfalls heraus, dass über die Behandlung der Kopfhaut positive Wirkungen im gesamten Körper erzielt werden können (siehe auch unter Beschwerden Kopfbereich). Diese Wirkungen sind allerdings nicht durch das Setzen von Nadeln (Akupunktur), sondern vielmehr über die gezielte feinpunktuelle non-invasive Stimulation individuell einzigartiger Punkte mit einem speziell dafür entwickelten Stäbchen auf der Kopfhaut zu erzielen.

Die beiden Methoden und ihre Wirkungen sind an vielen Stellen so verblüffend ähnlich, dass ich mich  – als ausgebildeter Pohltherapeut  – eingehender mit der YNSA beschäftigt habe und mich in meiner Praxis bemühe, die Entdeckungen der YNSA am Patienten zu reproduzieren. Meine bisherige Erfahrung damit ist bislang sehr positiv, so dass ich diese Methode  – modifiziert im Sinne der Pohltherapie – nun verwende. Da ich aber keine Nadeln verwende, nenne ich die Methode nicht Schädelakupunktur nach Yamamoto, sondern Schädelakupressur nach Yamamoto, obwohl es diese Methode streng genommen so bisher nicht gibt. Wie mir allerdings mündlich überliefert wurde, hat Dr. Yamamoto vor Kurzem bestätigt, dass mit der richtigen Akupressur ähnliche Wirkungen zu erzielen seien wie mit den Nadeln, was mich in meiner intuitiven Vorgehensweise bestätigt.